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Kunst


Mandala


Transformell

Schlangenkrönung

 

Über meine Kunst

Novalis soll einmal sinngemäß gesagt haben, Romantik ist der individuelle Ausdruck des Universellen. So gesehen bin ich vielleicht auch ein Romantiker. Es geht mir um das Ganze und um die Ganzheit im Einzelnen. Diese möchte ich in meiner Kunst ausdrücken, in möglichst individuellen, immer neuen Formen. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Phasen meiner Arbeit:

Surrealismus Begonnen habe ich mit surrealen Collagen und Zeichnungen. Die Surrealisten wollten unbewußte und bewußte Realitäten verbinden und dadurch eine höhere Ganzheit erzeugen, eine Art Überwirklichkeit, die Surrealität. Ich besuchte in dieser Phase ein Seminar für altmeisterliche Maltechniken bei Ernst Fuchs, einem Vertreter des Phantastischen Realismus. Der Phantastische Realismus kann als ein Zweig des Surrealismus verstanden werden.

Mandala Danach tauchte immer nachdrücklicher das Mandala als Symbol der Ganzheit in meiner Malerei auf. Ich reiste zu Osho nach Indien um Meditation zu studieren und lernte später bei tibetischen Lehrern weiter. Das Mandala hat mich ungefähr 20 Jahre lang sehr intensiv beschäftigt und taucht auch heute noch immer wieder in meiner Arbeit auf.

Transformell Das Mandala erzeugte eine konzentrierte Energie, die zur freien Bewegung drängte. Ich interessierte mich für die informelle Kunst. Dabei ergaben sich auch Bilder aus freien und geordneten Formen, die der Galerist Peter Hank als „transformell“ bezeichnete. Denn in diesen Bildern findet eine Verwandlung offener und begrenzter Formen ineinander statt, so daß die Bilder ständig zwischen Ordnung und Chaos schwingen.

Collagen Seit Neuestem mache ich wieder, wie in meinen Anfängen, Collagen. Sie zeigen die vollkommen unüberschaubare Vielfalt der Informationen und Bilder aus der einen und ganzen Wirklichkeit, in der wir Alle leben. So zieht sich quer durch meine Arbeit das Thema des Ganzen und der Ganzheit.

 

 

ZU MEINER VORGEHENSWEISE

Ich habe ein inneres Archiv, mit vielen „Schubladen“ in denen sich meine Bilder vorbereiten. Die Schubladen sind innere Zonen, in denen sich Sinneseindrücke, Vermutungen, Intuitionen, Gedanken etc. sammeln. Dort liegen keine fertigen Pläne für Bilder, sondern sie beinhalten spezielle Stimmungen, in denen zahlreiche Informationen aller Art enthalten sind. Irgendwann ist der Inhalt einer Schublade perfekte Erinnerung, er ist etwas vollkommen Innerliches geworden. Manchmal wird eine Schublade über Jahre gefüllt, ohne daß ein Bild entsteht. Aber irgendwann drängt die Stimmung einer Schublade so stark ins Bewußtsein, und ich werde so unglaublich neugierig darauf, zu verstehen, worum es da geht, daß ich sie zeichnen, collagieren oder malen muß.

Erste Entscheidungen über Farben, Formen und Komposition entstehen spontan. Erst beim Arbeiten erkenne ich schrittweise, was durch den spontanen Entwurf in die Sichtbarkeit geworfen wurde und wie dessen Entfaltung aussehen könnte. So komme ich zu einer Schau der Dinge und beginne, zu verstehen. Manchmal versuche ich, ein Bild zu deuten, wenn es fertig ist. Oft setze ich mich nur davor und spüre, wie es auf mich wirkt.